Im vierten Teil der Themenreihe “Der Wille Gottes” sprechen Benjamin Christian und Micha Lenze über die Erkenntnis des Willen Gottes.
Benjamin Christian: Der Wille Gottes zur Rettung und Erkenntnis der Wahrheit
Benjamin Christian beginnt seinen Vortrag mit einem Vers aus 1. Timotheus, Kapitel 2, Verse 1-4 [00:58], der die Bedeutung von Gebeten, Flehen, Fürbitten und Danksagung für alle Menschen, einschließlich Könige und Hochgestellte, hervorhebt. Dies soll ein ruhiges und stilles Leben in Gottesfurcht ermöglichen [01:18]. Er erklärt, dass der griechische Begriff “Parakleo” in diesem Zusammenhang “an seine Seite rufen zur Hilfe” bedeutet, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, wie z.B. Trost oder Ermahnung [01:52].
Er unterscheidet verschiedene Arten des Gebets:
- Flehen: Ein eindringliches oder demütiges Bitten [02:44].
- Gebet: Allgemeines Reden mit Gott [02:50].
- Fürbitten: Vor Gott für andere eintreten [02:56].
- Danksagung: Dankbarkeit ausdrücken [02:59].
Benjamin betont, dass unsere Herzenshaltung beim Beten entscheidend ist [04:49] und dass Gebete durch Sünde, Ungehorsam oder Unglauben verhindert werden können [05:10].
Er beleuchtet anschließend den Willen Gottes, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen [05:57]. Er erklärt, dass Gott niemanden zur Errettung zwingt, da er den freien Willen des Menschen respektiert [06:35]. Er zitiert 2. Korinther Kapitel 4, Verse 3-4, um zu zeigen, wie Satan den Sinn der Ungläubigen verblendet [07:00].
Die Rettung des Menschen erfordert:
- Sündenerkenntnis: Erkennen, dass man ein Sünder ist [16:57].
- Buße: Reue und Umkehr von einem sündigen Leben [17:32].
- Glaube an Jesus Christus: Annahme der frohen Botschaft, dass Christus für die Schuld gestorben und auferstanden ist [18:27].
Benjamin betont die Notwendigkeit einer Wiedergeburt aus Gott [16:13], wie in Johannes Kapitel 1, Verse 11-13 beschrieben, die eine geistliche Neugeburt bedeutet und ein Geschenk Gottes ist [19:18].
Nach der Rettung ist es Gottes Wille, dass wir zur Erkenntnis der Wahrheit kommen [20:26]. Dies geschieht durch Gottes Wort, das als geistliche Nahrung dient und unser Denken verändert [20:34]. Psalm 119, Vers 105 [21:27] wird zitiert: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg“, was die Bedeutung der Bibel als Orientierung in der Finsternis des Lebens unterstreicht [21:51].
Micha Lenze: Gottes Erkenntnis als lebendige Beziehung
Micha Lenze greift das Thema des Willens Gottes auf und beleuchtet es aus der Perspektive der Erkenntnis Gottes. Er beginnt mit 1. Johannes Kapitel 5, Vers 20 [25:11], wo es heißt, dass der Sohn Gottes gekommen ist, um uns Verständnis zu geben, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Er betont, dass Gottes Wille die Erkenntnis Gottes ist [27:05], die über bloßes Wissen hinausgeht.
Er zitiert Hosea Kapitel 6, Vers 6 [27:36], wo Gott sagt: „Denn an Liebe habe ich wohlgefallen und nicht an Opfer, an der Gottes Erkenntnis mehr als an Brandopfern.“ Micha erklärt, dass Israel zwar alle Vorschriften kannte, aber keine Beziehung mehr zu Gott hatte [28:06]. Erkenntnis ist ein Prozess des Lernens und der Beziehung, im Gegensatz zu statischem Wissen [28:42].
Micha definiert Gottes Erkenntnis als Beziehung [31:52], eine lebendige Beziehung, in der man Gefühle erlebt und sich gegenseitig immer besser kennenlernt. Er verdeutlicht, dass es nicht um das “Wissen”, sondern um das “immer mehr Wissen” geht, wobei der Weg selbst das Ziel ist [32:12].
Er führt aus, dass Gottes Wille ist, dass wir in alle Ewigkeit eine Beziehung zu ihm führen [33:15]. Jesus selbst sagt in Johannes 17, Vers 3: „Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ [33:21]
Die Notwendigkeit dieser Beziehung wird durch Sprüche Kapitel 3, Verse 5-6 untermauert: „Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlasse dich nicht auf deinen Verstand. Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Fade ebnen.“ [35:08] Micha erklärt, dass das Erkennen Gottes auf unseren Wegen bedeutet, in einer lebendigen Beziehung zu ihm zu stehen, wodurch er unsere Wege ebnet [36:23].
Zum Abschluss zitiert Micha 1. Petrus Kapitel 1, Verse 14-16 [37:25], der uns auffordert, heilig zu leben, indem wir auf Gott schauen, der heilig ist. Jesus lebte ein Leben in Einklang mit seinem Vater, um uns zu zeigen, wie man ein Leben nach Gottes Willen führt [38:25]. Wir sind eingeladen, dieselbe lebendige Beziehung zum Vater zu haben, geprägt von einem stetigen Kennenlernen, um in allen Belangen des Lebens heilig zu leben [38:50].
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